Es geht wieder los

Geschrieben von Jan am Freitag, 3. Oktober 2008 um 23:26 in Werkstatt
Oder, wir bauen uns einen Chopper. Okay, vielleicht nicht ganz, aber zumindest habe ich jetzt erst einmal einen Streetfighter. Ohne amtliche Straßenzulassung versteht sich. Ich komme darauf, weil die Siluette die mein Motorrad momentan hat, stark an ein solches Gefährt erinnert. Aber beginnen wir von vorne. Nach wochenlangem aufschieben habe ich mich nun doch endlich durchgerungen, mich an mein demoliertes Mopped zu machen.

Ich habe zwar schon schlimme Befürchtungen gehabt als ich gestern bei gießendem Regen um Asyl in Uwes Werkstatt bat, aber als ich heute morgen dann endlich aus den Federn geklettert war, lärmende Kinder und bauende Nachbarn waren wohl nicht ganz unbeteiligt, empfinden mich an diesem Feiertag doch tatsächlich Sonnenstrahlen.

Und so schob ich an diesem schönen Herbsttag, mein Mopped zu der (zum Glück) ganz in der Nähe liegenden Werkstatt. Nach erneuter Fotodokumentation meines Plastikhaufens begann das Entfernen der demolierten Teile. Beginnend mit der Innerverkleidung die es beim Sturz nicht abgerissen hatte kam ich gut voran. Zumindest so lange, bis ich nicht mehr mit dem Schraubenzieher (Nicht -dreher) an die letzten beiden Schrauben kam, die die Kanzel am Geweih hielten. Dieser Gitterrohrahmen hat doch eine Menge einstecken müssen. Viele eigenartige Schraubenziehervarianten halfen nicht, und so griffen Uwe und ich zu meinem ersten Lösungsvorschlag: Roher Gewalt.

Mit Seitenschneider und ein wenig Druck gab dann das eh schon gerissene Plastik der Kanzel nach, und ich legte das Geweih komplett frei. Aufgrund der Verformungen an Geweih war auch das entfernen des Armaturen und Kabelage nicht so bequem. Na gut, als ob es das schon jemals war. Doch auch das klappte letztendlich, und ich konnte mich an das Geweih machen. Nachdem dieses sich auch von dem Mopped verabschiedet hatte, die Seitenverkleidung trotz einer festsitzenden Schraube auch den Weg auf die Ablage fand, gab es noch mehr Fotos und einen Kaffee unter Freunden.

Nach nur knappen drei Stunden fand der erste Tag mit einem recht nackig aussehenden Sporttourer sein Ende. Als nächstes gilt es die Ersatzkanzel und die Seitenverkleidung neu zu lackieren. Dies geschieht aber frühestens Montag. Wird also wie immer eng. Hoffen wir, dass alles klappt, und ich zum kommenden StudiMF-Treffen ohne ein zweites Paar Räder anreisen kann.

PS. Die erwähnten Fotos befinden sich (noch) nicht in meinem Besitz, daher müssen sich alle Leser die Interesse an ihnen haben noch ein wenig gedulden. Landen hier aber noch drin, versprochen!

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